Sa. 13.10.
19:00
Von der Revolte zur Revolution
D 1968 R: Kurt Rosenthal u.a., 60 Min.
„Enteignet Springer!“ ist das Motto der außerparlamentarischen Bewegung nach dem Mord an Benno Ohnesorg 1967. In vielen Städten versuchen Demonstranten die Auslieferung der Bild-Zeitung zu verhindern.  Der Film dokumentiert die Belagerung des "Springer-Hauses" 1968 in Hamburg. Die Polizei reagiert mit einer bis dahin unbekannten Brutalität auf die Proteste, was eine weitere Radikalisierung der Bewegung nach sich zieht.  Was tun? Jürgen Krahl (SDS) und Prof. W. Abendroth werfen die Frage der Gegengewalt auf.
Projekt Arthur
D 1987, Produktion: Medienwerkstatt Freiburg, 72 Min.
Ende der 60er Jahre tritt die Nachkriegsgeneration an, sich von dem Nazi-Erbe zu befreien. Revolution liegt in der Luft. Doch der Sturm der Revolution kommt von außen, aus der hungernden, ausgeplünderten und von Bomben zerfetzten Dritten Welt. "Vietnam" drängt die Jugend in den Metropolen zum Handeln. Mit dem Mord an Benno Ohnesorg zeigt der Staat, wozu er fähig ist, wenn eine Bewegung die Staatsmacht und die kapitalistische Ordnung, die sie schützt, in Frage stellt. Doch während die einen die nächsten Schritte noch diskutieren, drängen andere längst zur revolutionären Tat. Sie nennen sich "Haschrebellen" und "Tupamaros Westberlin" und entwickelten außerhalb der Universitäten eine eigene politische Kultur.  Für sie ist klar,  "dass, wir den Feind hier bekämpfen müssen."
In Gesprächen mit Zeitzeugen zieht der Film einen Bogen von der 67er-Bewegung über die Anfänge der Stadtguerilla in der Bundesrepublik bis zum „Deutschen Herbst“ 1977.
21:30 Messer im Kopf
D 1978, R: Reinhard Hauff, 108 Min. ., Darsteller: Bruno Ganz, Angela Winkler, u.a.
Eine Polizeirazzia im Jugendzentrum. Der Biogenetiker Hoffmann wird angeschossen. Als er im Krankenhaus erwacht, ist er ohne Erinnerung, ohne Sprache. Für die Zeitungen ist er ein Terrorist, für die linke Szene einer der ihren. Doch Hoffmann nimmt den Kampf um seine "eigene" Geschichte auf. Was geschah im Jugendzentrum wirklich? Hat ein junger Polizist aus Angst einem harmlosen Bürger blindlings eine Kugel in den Kopf gejagt? Oder war es Notwehr, wie die Polizei behauptet? Ist Hoffmann gar ein gefährlicher Terrorist und sein Beruf bloß eine Tarnung? Hoffmann muss zunächst alles neu lernen: Sehen, hören, gehen, sprechen und sich gegen Vereinnahmungen schützen. Aus dem "Fall Hoffmann" wird der "Mensch Hoffmann".