Fr. 12.10.
19:00
Der unsichtbare Aufstand
D/F/I 1972, R: C. Costa-Gavras, 121 Min.
Als die Tupamaros, die legendäre Stadtguerilla Uruguays, den anscheinend unbescholtenen US-Bürger und Verkehrsexperten Philip Michael Santore in Montevideo entführen, versteht zunächst niemand die Hintergründe. Doch als der liberale Journalist Carlos Ducas mit eigenen Nachforschungen beginnt, stellt sich heraus, dass der Amerikaner keinesfalls so harmlos ist,  wie zunächst angenommen. Vielmehr unterstützt Santore als hochrangiger Militärberater im Auftrag der US-Regierung unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe den Polizeiapparat des Militärregimes in Uruguay. Der Plan der Tupamaros, Santore gegen politische Gefangene auszutauschen, scheint aufzugehen. Doch im letzten Moment spürt die Polizei die Entführer auf. Nun bleiben 24 Stunden bis zum Ablauf des Ultimatums - 24 Stunden, die über Leben und Tod entscheiden.
21:00 Rot ist die blaue Luft
(Le fonds de lâ air est rouge) F 1977, R: Chris Marker, 179 Min.

Der französische Filmemacher Chris Marker montiert ein imponierendes Fresko der politischen Bewegungen der Sechziger- und Siebziegerjahre. Er nimmt Bilder aus der Tschechoslowakei, Frankreich. Chile, Kuba, Bolivien auf und kommentiert sie neu. Mit künstlich eingefärbten Bildern schafft er Distanz und stellt Fragen nachden   Perspektiven und Grundlagen des Kampfes. Markers Versuch einer kritischen Bilanz der 68er-Revolte sucht hinter dem Scheitern der emanzipatorischen Bewegungen ein "rotes Lüftchen" aufzuspüren.

Erster Teil - Die schwachen Hände: 1.: Von Vietnam zum Mord an Che und dem Mai `68 in Paris. Zweiter Teil - Die zerbrochenen Hände: 1.: Vom Prager Frühling bis zum Sturz Salvador Allendes in Chile 1973.