Do. 11.10.
19:00
Starbuck Holger Meins
D 2001, R: Gerd Conradt, 90 Min
Starbuck ist der Steuermann, der Pequod aus Melvilles Roman "Moby Dick". Starbuck ist aber auch der Deckname von Holger Meins, der als RAF-Mitglied 1974 im Hungerstreik stirbt.25 Jahre nach seinem Tod begibt sich der Filmemacher und Freund Gerd Conradt auf Spurensuche. Wer war Holger Meins? Was führte ihn in den Untergrund? Welche Umstände führten zu seinem Tod, mit dem er zum erklärten Symbol des radikalen Widerstandes wurde? Was bleibt von ihm? Weggefährten geben Auskunft, u.a. Gretchen Dutschke, Harun Farocki, Wolfgang Petersen, Peter Lilienthal, Michael Ballhaus, Margrit Schiller und der BKA-Fahnder Alfred Klaus.
21:00 Porträt einer Bewährung
D 1964, R: Alexander Kluge. 13 Min.
Der Darsteller, Polizeihauptwachtmeister Müller-Seegeberg. hat sich bereits während des 1. Weltkriegs bewährt.  Auch in der Weimarer Republik sowie während der NS-Zeit bewährt er sich nach eigenen Aussagen . Nach 1945 setzt er seine Karriere im Polizeidienst fort. Anfang der 1960er Jahre schießt er auf ein Paar, das sich verbotenerweise in einem Park liebt, trifft dieses jedoch nicht.  Er wird aus dem Polizeidienst entlassen.  Müller-Seegeberg vermutet jedoch einen anderen Grund für seine Entlassung.
Auf Leben und Tod
Schweden 1979, R: Hans Herderberg, 55 Min.
Am 7. April 1977 wird Generalbundesanwalt Siegfried Buback erschossen. Bereits einen Tag später erscheint der erste Fahndungsaufruf.  Günther Sonnenberg, Christian Klar und Knut Folkerts werden von der Polizei als mutmaßliche Täter gesucht. Belohnung: 200.000 Mark. An dieser Stelle beginnt der Film seine Aufarbeitung der Geschichte des bewaffneten Kampfes, angefangen bei der APO bis zu den Toten in Stammheim; die Geschichte der Stadtguerilla in der BRD, ihre Hintergründe und ihre politischen Ziele.  Produziert und ausgestrahlt wurde dieser Film vom schwedischen Fernsehen, eine Übernahme durch eine deutsche Sendeanstalt erscheint aufgrund der Kritik an der inneren Aufrüstung der BRD damals wie heute undenkbar.